PATRIZIERHAUS WEBERGASSE 1
Museum
Die Museumsidee entstand, als es im Laufe der zwlfjhrigen Restaurierung des Hauses gelang, die ursprngliche Gestalt in der Grozgigkeit der rumlichen Lsungen, in der architektonischen Spezifik mit den charakteristischen Gliederungselementen der Erbauungszeit (Rundbogenportale, Kreuzgratgewlbe, Bogensysteme, Konsolsteine, Nischen) und in der Schnheit der bemalten Wnde und Decken wieder sichtbar zu machen. Gezeigt wird also zuallererst das Haus selbst _ als ein herausragendes Baudenkmal der Renaissance in Meien.
Darber hinaus dient das Haus in der Webergasse 1 als ein anschauliches Beispiel fr die brgerliche Wohnkultur des 17./18. Jahrhunderts. Es wird versucht, dem heutigen Besucher eine Vorstellung von der Wohn- und Lebensweise vermgender Meiner Brger zu geben. Das geschieht durch die Ausstattung der Rume mit barockem Mobiliar, mit Originalgraphik des 17./18. Jahrhunderts und mit Bchern aus der Zeit von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
Mobiliar

Truhe, Barock, Norddeutsch, Mitte 18. Jh. Kontor-Truhe, Barock, Ende 18. Jh.
Originalgraphik
Stadtansichten Meien

Kupferstich aus Daniel Meisner's Schatzkstlein, 1628.
Gesamtansicht der Stadt Meien mit emblematischer Darstellung im Vordergrund und gestochener Devise resp. Sinnspruch (deutsch und lateinisch).
Tageszeiten-, Jahreszeiten-, Monatsdarstellungen

Die vier Tageszeiten, 4 Kupferstiche 1624 von Matthus Merian d. .
Bcher


Werke zur Meiner Geschichte
Werke zur schsischen Geschichte
Ein weiterer Aspekt der Museumskonzeption besteht in der Ergnzung der stndigen _ auf die Wohnkultur von Renaissance und Barock bezogenen _ Ausstellung durch wechselnde Sonderausstellungen zur modernen Kunst (siehe Galerie). Dahinter steht der Gedanke, das "Alte" in der Form von Architektur und musealer Reprsentation mittels der Kunst in einen lebendigen, spannungsvollen Bezug zur Gegenwart zu setzen.
So stellt das Museum Patrizierhaus eine fr Sachsen seltene, fr Meien einmalige Gelegenheit dar, ein altes Brgerhaus, das vom 16.-18. Jahrhundert im Besitz des gehobenen Brgertums war, in weitgehend originalem Zustand zu besichtigen. Mit seiner historischen Ausstattung und den Ausstellungen zur modernen Kunst sowie den damit verbundenen Vortrgen und Fhrungen bildet es einen wichtigen Beitrag zur Kultur der Stadt.